Die ersten Implementierungsstrategien sind entwickelt. Wir haben uns zunächst einem Thema gewidmet, das offensichtlich vielen unserer bisher eingebundenen Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen unter den Nägeln brennt: Das E-Rezept ist zwar inzwischen für viele zum Alltag geworden, für Pflegeeinrichtungen und deren betreuende Arztpraxen ist der aktuelle Prozess aber sehr aufwändig. Derzeit bestellt die Einrichtung das Medikament in der Praxis, die Praxis druckt einen QR-Code für das E-Rezept aus, den die Einrichtung per Fax oder Kurier in der Praxis abruft. Dieser Papierausdruck wird dann wiederum zur Apotheke gebracht, wo endlich das Medikament ausgehändigt wird. Bei der Vielzahl von Bewohnern und Medikamenten eine sehr zeitaufwändige Prozedur.
Zusammen mit den Beteiligten haben wir nun einen schlankeren und schnelleren digitalen Prozess erarbeitet: Die Einrichtung bestellt weiterhin das Rezept in der Arztpraxis. Diese kann nun unter bestimmten rechtlichen Voraussetzungen (Heimversorgungsvertrag und Einverständnis des Patienten) das E-Rezept direkt via KIM an die entsprechende Apotheke senden, wo die Medikamente ohne Umwege für den Patienten bereitgestellt werden.
Arbeits- und Informationsmaterialien zu dieser neuen Methode gehen allen Beteiligten Anfang Mai zu. Wir freuen uns auf viele positive Erfahrungen und erwarten eine bedeutsame Arbeitserleichterung.